Navigation

Suche




09.06.2009 | Prof. Dr. Hans-Jochen Heinze | Universitätsklinik für Neurologie, Otto-von-Guericke Universität Magdeburg

Neurobiologie der Motivation

Was passiert bei Belohnung oder Bestrafung?

Die Frage nach den neuronalen Grundlagen des menschlichen Verhaltens impliziert zwei zentrale Aspekte: Wie werden Ziele umgesetzt in Wahrnehmen, Denken, Fühlen und Handeln, und warum werden bestimmte Ziele überhaupt verfolgt? Zahlreiche experimentelle Befunde belegen, dass das mesencephale Dopaminsystem eine zentrale Rolle spielt bei der Bewertung von Ereignissen und der Erwartung von Belohnung und Bestrafung beim Eintreffen dieses Ereignisses. Belohnung oder Bestrafung bilden ein Spektrum des subjektiven Erlebens zwischen einfacher biologischer Befriedigung und komplexer sozialer Zuwendung. Aus der Bewertung resultiert die Motivation: Die Aussicht auf Belohnung oder Bestrafung treibt unser Handeln. Daran sind verschiedene kognitive und emotionale Systeme beteiligt, allen voran Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Freude und Furcht. Die Neurobiologie untersucht die hier beteiligten Strukturen und Systeme auf verschiedenen Ebenen der neuronalen Organisation und kann Beziehungen zwischen molekularen, zellulären und systemischen Prozessen einerseits und motivierten Verhaltensleistungen andererseits identifizieren. Es liegt auf der Hand, dass solche Erkenntnisse über die Grundlagenforschung hinaus dramatische Implikationen für die Medizin und die Gesellschaft haben können.

Ausschnitte Videokonferenz

Die Materialien und zusätzlichen Videos der älteren Videovorlesungen wurden von der Homepage entfernt. Wird etwas davon benötigt wenden Sie sich bitte an das Team.

Internetpräsenz Prof. Dr. H.J. Heinze: Uniklinikum Magdeburg, Neurologie